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Freitag, 28. September 2007 00:31

Dora Andres: Wahl aus politischer Vernunft

Von: Christa Markwalder

Meine Reaktion auf den Leserbrief von Prof. Markus Müller (stv. Generalsekretär von RR Luginbühl bis 2004) in der Zeitung "Der Bund" vom 27.9.2007.

Wenn Staatsrechtsprofessor Markus Müller die Wahl eines SP/SVP-Ständeratstickets für den Kanton Bern als „Akt staatspolitischer Vernunft“ bezeichnet erstaunt dies aus mindestens zwei Gründen:

 

Die Attribute einer gradlinigen, sachorientierten und intelligenten Persönlichkeit mit grosser politischer Erfahrung treffen ebenso auf die freisinnige Ständeratskandidatin Dora Andres zu.

Die Ständeräte vertreten zwar ihren Kanton in spezifischen Anliegen, sind aber primär in ihre Fraktionen eingebunden: Da sich SP und SVP in Sachfragen selten einig sind heben sich die beiden Stimmen des Kantons Bern gegenseitig auf (da der Ständerat keine namentlichen Abstimmungen kennt, fällt dies in der Öffentlichkeit wenig auf).

Wenn es wirklich um staatspolitische Vernunft geht, sollen sich die Wähler entscheiden, ob es ihnen wichtiger ist dass unsere beiden Ständeräte in zentralen Fragen dieselbe Meinung vertreten (mit der Wahl von Dora Andres und Werner Luginbühl) oder ob sie eine bessere Frauenvertretung im Ständerat wollen (mit der Wahl von Dora Andres und Simonetta Sommaruga). Ergo ist die Wahl von Dora Andres in den Ständerat eine Wahl aus politischer Vernunft.

 

 


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