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Dienstag, 06. Mai 2008 14:04

Für mehr Transparenz und Qualität im Gesundheitswesen

 

JA zum Gesundheitsartikel am 1. Juni

Ich befürworte den Verfassungsartikel "Für Qualität und Wirtschaftlichkeit in der Krankenversicherung", weil dieser dank Wettbewerbselementen gezielt die Leistungs- und Preistransparenz fördert, welche für Kosteneffizienz sorgen und das Wachstum der Gesundheitsausgaben bremsen.

Fakt ist, dass im Gesundheitswesen dringender Reformbedarf besteht.

Genau hier schafft der Gesundheitsartikel Abhilfe und stellt den Patienten in den Mittelpunkt. Die Schaffung von mehr Transparenz ermöglicht endlich eine richtige Wahlfreiheit im Bezug auf den Arzt, das Spital oder das Pflegeheim.

Was in den meisten OECD-Ländern schon der Fall ist, sollte endlich auch in der Schweiz Realität sein: nämlich, dass uns Qualitätlabels und Qualitätsberichte die Möglichkeit geben, transparente Vergleiche zwischen verschiedenen Spitälern anzustellen.

Eine solche Wahlfreiheit schafft mehr Wettbewerb, weil sie die Stellung des Patienten erheblich verbessert. Dieser wird nicht mehr nur als Prämienzahler, sondern als Kunde wahrgenommen. Und bekanntlich sind die Folgen von einem gesunden und regulierten Wettbewerb Qualitätsverbesserungen und eine erhöhte Wirtschaftlichkeit, was dem Patienten wiederum eine gute und kostengünstige Behandlung garantiert.

Die Gegner des Gesundheitsartikels argumentieren, dass hohe Qualität zu hohen Kosten führt. Dies ist ein Trugschluss, denn teuer ist am Ende die Billigmedizin, welche - begünstigt durch die fehlende Transparenz - zu unnötigen und teuren Mehrfachuntersuchungen führt.

Die fehlende Transparenz hat auch eine Senkung der Gesundheitskompetenz der Patienten zur Folge. Das bedeutet, dass viele Patienten von Spezialist zu Spezialist gehen, da sie nicht wissen, welcher Arzt die beste medizinische Lösung für ihr Leiden bietet.

Dies verursacht jährlich Mehrkosten von 1,5 Mia. Franken, was einem Anteil von 3% der Gesundheitskosten entspricht. Die Kosten aufgrund von Spitalinfekten belaufen sich jährlich auf 250 Mio. Franken. Mit dem Gesundheitsartikel werden beide Kostenfaktoren konkret angegangen!

Aus diesem und den oben genannten Gründen empfehle ich, den Gesundheitsartikel am 1. Juni anzunehmen.


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